Berlin erkunden

Berlin! Hör‘ ich den Namen bloß
da muß vergnügt ich lachen!
Wie kann man da für wenig Moos
den dicken Wilhelm machen!

So beginnt die zweite Strophe des schönen Berliner Liedchens „Berliner Luft“, oder um es mit einem bekannten Werbejingle etwas moderner auszudrücken:

„Berlin, du bist so wunderbar, Berlin“.

Fürwahr, Berlin ist eine wunderschöne Stadt. Mit einer über achthundert Jahre alten Geschichte erstreckt sich das heutige Berlin auf ca. 892 Quadratkilometern, wovon fast jeder zum Erobern einlädt.

Mit der folgenden Übersicht wollen wir euch ein paar Anreize geben, was ihr alles in Berlin machen könnt. Der Artikel erhebt keines Falls einen Anspruch auf Vollständigkeit, aber egal ob Urberliner oder Zugezogener es gibt immer etwas Neues zu entdecken und vielleicht hilft er euch ja weiter.

Berlin sucht zumindest wenn es um die Vielfalt geht in Deutschland seines Gleichen. In kaum einer anderen Stadt hat man so viel Natur, Kultur und Stadterlebnis auf engstem Raum beieinander.

Wenn ihr nach der Uni einfach mal abschalten wollt, so lädt der alte Mauer-Weg oder etwa der Grunewald zum Radeln ein. Aber auch die zahlreichen Grünflächen und Parks locken einen im Sommer seine Decke auszubreiten und zu entspannen. Besonders zu empfehlen sind dabei der Volkspark in Schöneberg, der Viktoriapark in Kreuzberg, die Grünfläche rund um das Engelbecken in Kreuzberg oder aber auch der Tiergarten. Wollt ihr lieber etwas im Grünen umherschlendern so schaut doch mal im Botanischen Garten ganz in der Nähe der FU vorbei. Das Palmenhaus ist hier auch bei nicht ganz so gutem Wetter zu empfehlen und versetzt euch direkt in die Tropen. Oder flaniert über die wunderschöne Pfaueninsel, auf der nicht nur Pfauen ob Mensch oder Tier umherstolzieren, sondern hoffentlich bald auch ihr, die ihr die Schlossruine und verwunschenen Plätze erkundet.

Auch die Freunde der Grillsaison kommen in Berlin natürlich nicht zu kurz, so gibt es viele Parks in denen es ausgewiesene Grillflächen gibt (nähere Informationen siehe Link: http://www.berlin.de/kultur-und-tickets/tipps/2431087-1678259-grillen-in-berlin.html).

Wer Berlin noch nie vom Wasser aus gesehen hat, der hat Berlin noch nie gesehen! Sei es die schöne Spreeaue oder die Havel, Berlin strotzt nur so vor Wasser. Für Interessierte des Wassersports gibt es zahlreiche Bootsverleihe, besonders zu empfehlen ist hier der „Bootsladen“ am Stölpchensee, von dem aus man die märchenhaften Kanäle in Kleinvenedig (Spandau) erkunden kann. Aber es lohnt sich auch beim Hochschulsport vorbei zu schauen, sei es das Bootshaus der TU oder der FU, bei beiden kann man für Lau Segelboote mieten.

Zum Shoppen gibt es in Berlin traditionell vier Straßen. Da wäre zum einen der Kurfürstendamm (Kudamm) mit der Erweiterung durch den Tauentzien in Charlottenburg/ Schöneberg (Ja, das KaDeWe liegt schon in Schöneberg), die Schlossstraße in Steglitz, die Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf, sowie die Friedrichstraße, welche durch den Bau der U-Bahn unter den Linden momentan jedoch nicht sehr ästhetisch ist.

Sucht ihr eher nach einem schönen Markt, so müsst ihr unbedingt den Winterfeldtplatz (in Schöneberg) aufsuchen. An Markttagen habt ihr hier ein großes kulinarisches Angebot, aber auch Uhren und allerlei andere Dinge werden veräußert.

Generell ist die Gegend um den Winterfeldtplatz mit den vielen kleinen Läden, Imbissen und Restaurants ideal um einen schönen Samstag zu verbringen.

Auch Kulturell hat Berlin einiges zu bieten. Abgesehen von den vielen staatlichen (http://www.smb.museum/smb/standorte/index.php?p=2&objID=29&n=1) und privaten Museen, besitzt Berlin mit der Staatsoper, der Deutschen Oper und der Komischen Oper drei große Opernhäuser, die noch durch die Inszenierungen in der eher informellen Neuköllner Oper ergänzt

werden und auch in der Philharmonie und dem Konzerthaus auf dem Gendarmenmarkt kann man bezaubernder Musik lauschen.

Wollt ihr in Berlin das Tanzbein schwingen so gibt es zahleiche Clubs und Tanzlokale, die nur auf euch warten. Vom Berghain über das Pearl, das Puro, das Spindler & Klatt bis zum Maxime, die Berliner Clubwelt ist wie die Stadt selbst: vielfältig!

Aber Berlin hält natürlich auch viele Bars für euch bereit: Wenn ihr nach guten studentischen Preisen sucht, so solltet ihr in der gesamten Gegend rund um den Görlitzer Bahnhof oder das Schlesische Tor fündig werden. Viele der Lokalitäten dort sind preislich kaum zu schlagen. Allerdings machen sich die geringen Preise in der Qualität der Cocktails bemerkbar, so kann es durchaus vorkommen, dass ihr am nächsten Morgen einen guten Kater erlebt, wenn ihr mehrere Drinks nehmt.

Wollt ihr lieber 2-3€ mehr in die Hand nehmen, dafür aber den nächsten Tag kopfschmerzfrei beginnen, so ist vielleicht die Newton Bar in Mitte genau das Richtige für euch. Aber auch das Train am Kleistpark kann mit seiner Aufmachung in einem ausrangierten S-Bahn-Wagon ordentlich was her machen.

Wollt ihr lieber nur ein paar Biere trinken, so verstecken sich in ganz Berlin viele Brauhäuser, wie etwa das Brauhaus Spandau, dessen würziges Havelbräu äußerst zu empfehlen ist. Aber auch die konventionellen Biere kann man in Berlin bestellen. Mit besonders viel Auswahl glänzt das „Haus der hundert Biere“, das Mommseneck (aber bitte geht in das Original in der Mommsenstraße und nicht in eine der rein touristischen Filialen…)! Weiterhin darf an dieser Stelle natürlich auch nicht die Berliner Republik am Schiffbauer Damm vergessen werden. Hier werden die Biere jeden Abend wie an der Börse gehandelt. Wenn man nicht allzu wählerisch ist kann man hier eigentlich immer ein Schnäppchen schießen, vor allem wenn es einen Börsencrash gibt und alle Drinks auf den minimalen Preis gesetzt werden.

Mit einer etwas gediegeneren Bar ganz in der Nähe von der Berliner Republik schließt nun diese kurze Auflistung von ein paar Berliner Etablissements und Ausflugszielen. Die 1000 Bar ist ebenfalls am Schiffbauer direkt unter der S-Bahnbrücke gelegen und wirkt mit der grauen Tür nach außen hin ziemlich schlicht. Innen verbirgt sich aber eine sehr elegante Bar, in der einem nicht nur sehr gute Cocktails gereicht werden, sondern sich auch die Ohren an guten Live-Acts erfreuen dürfen.

Jürgen Heyn